Videonale 12

VIDEONALE 12 - Festival für zeitgenössische Videokunst

Ausstellung vom 26. März bis 26. April 2009 im Kunstmuseum Bonn 

 

Die Künstleraufstellung HIER 

 

Eine Bildkollage aus Hochglanzmagazinen entwickelt sich als mystische Vision von Leben und Zerfall - dunkel, makaber und elegant zugleich: Das Video der in Brüssel lebenden Aline Bouvy und John Gillis ist eine von  43ausgewählten Positionen, die die VIDEONALE 12 vom 26. März bis 26. April 2009 im Kunstmuseum Bonn zeigt. Insgesamt wurden zur VIDEONALE  1445 Arbeiten eingereicht - ein Anstieg von über 140 Prozent zum Jahr 2007: Werke von Künstlern wie etwa dem Mexikaner Gonzalo Lebrija, der einen Businessman im Anzug auf einer Kuh Rodeo reiten lässt und dabei Kräfte und Energien sichtbar macht, oder dem Schotten Craig Mulholland, der zwischen Kraftwerk und Kubrick mit der Idee des Gesamtkunstwerks spielt.

„In diesem Jahr geht eine erkennbare Tendenz zu längeren Arbeiten und zu nicht-linearen Strukturen“, sagt Georg Elben, Kurator der VIDEONALE 12. „Die Komplexität nimmt zu - nicht im Sinne der Narration, sondern von verwobenen Strängen und Stilrichtungen. Die Verflechtung verschiedenster künstlerischer Techniken wird bis zur Perfektion vorangetrieben - bis etwas Eigenes, Singuläres entsteht.“

 

1444 aktuelle Videoarbeiten aus 74 Ländern hat die sechsköpfige Jury gesichtet. Eine Woche lang tagten Katja Albers, langjährige Mitarbeiterin der Videosammlung am NBK in Berlin, jetzt freie Kuratorin in Dresden, Katja Davar, Künstlerin London/Köln, Melanie Bono, Direktorin des Aachener Kunstvereins, Ben Harman, Kurator an der Gallery of Modern Art in Glasgow, Kati Simon, Kuratorin an der Mücsarnok Kunsthalle in Budapest, und Georg Elben, Leiter der Videonale.

 

Zur Eröffnung der VIDEONALE 12 am 25. März 2009 wird eine herausragende künstlerische Arbeit mit dem mit 5.000 Euro dotierten VIDEONALEPREIS ausgezeichnet.

Die VIDEONALE 12 wird gefördert vom Land NRW, der Kunststiftung NRW, der Stadt Bonn, der Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn, der Deutschen Post und der KfW-Bankengruppe als Hauptsponsor.
(Stand 12.12.2008)

 

TERMINE DER VIDEONALE 12
Pressekonferenz: Dienstag, 24. März 2009 · 11.30 Uhr
Eröffnung und Verleihung des VIDEONALEPREIS: Mittwoch, 25. März
2009 · 20.00 Uhr
Rahmenprogramm: Donnerstag, 26. März und Freitag, 27. März 2009
Hochschultag: Samstag, 28. März 2009 mit künstlerischen Interventionen in der ganzen Stadt und im Museum sowie anschließender Party im Kult 41Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über das Programm der Videonale. Anmeldung unter www.videonale.org 

 

Die Liste der ausgewählten Künstler zur VIDEONALE 12 kann auf der homepage eingesehen werden.

 

25 JAHRE VIDEONALE
„Der Nutzen eines solchen Festivals wie der Videonale ist, dass eine bestimmte definierte Gruppe aus 1.400 Einsendungen um die 45 Videos auswählt und damit ein mutiges Zeichen setzt, dass sie genau diese Arbeiten, heute, im Jahr 2009, als wichtig empfindet. Genau das ist es doch, was jeder von uns braucht, der Kurator und der interessierte Kunstbetrachter... Diesen Mut zur Auswahl muss es geben, deswegen finde ich es äußerst wichtig, dass es Festivals wie die Videonale gibt. Es war immer schon spannend zu schauen, was als nächstes kommt“, sagt Professor Dr. Wulf Herzogenrath, Direktor der Kunsthalle Bremen und deutscher Videokunstpionier.

 

Der VIDEONALE e.V. - 1984 in Bonn gegründet - ist Veranstalter eines der ältesten Videofestivals der Welt. Die 25-jährige Geschichte der Videonale begann im Bonner Kunstverein. Seitdem ist das Festival stetig gewachsen und hat sich in diesem Bereich zu einer maßgeblichen Institution für aktuelle Videokunst entwickelt. Seit 2004 nutzt die VIDEONALE die Räumlichkeiten des Kunstmuseum Bonn und bildet eine sinnvolle Ergänzung zu den Videopionieren aus der Schenkung Ingrid Oppenheim, die als Kunstsammlerin und Mäzenin in den späten 1970er Jahren den ideellen Grundstein der heutigen VIDEONALE gelegt hat. Die VIDEONALE hat „... stets den Vorteil gehabt, als QuasiFilmfestival für das Kunstvideo dessen aktuellen filmischen Entwicklungsstand gut abbilden zu können. Das macht ihre ästhetische Gradmesserfunktion aus.“ (K.WEST) Im Frühjahr 2009 veranstaltet die Videonale Bonn zum zwölften Mal das mit einem internationalen Wettbewerb verbundene Festival. In der vierwöchigen Laufzeit werden internationale Positionen zeitgenössischer Videokunst in einer eigens dafür entworfenen Ausstellungsarchitektur von Till Hergenhahn und Hellen Kleine präsentiert. Die Architektur thematisiert, wie Videokunst in einem klassischen musealen Kontext gezeigt werden kann, der für Malerei und Skulptur konzipiert wurde. Das Ausstellungsdesign  versucht, die offenen Räume zu bewahren und damit die - von den Besuchern häufig abgelehnte - BlackboxAtmosphäre zu umgehen.